Runder Tisch zum Traumberuf Musikschullehrer:in
Shownotes
Die Podcast-Reihe "Traumberuf Musikschullehrer:in" porträtiert Menschen, die ihre Leidenschaft für Musik zum Beruf gemacht haben, diese Begeisterung weitergeben und Einblicke in den Musikschulalltag an den Oö. Landesmusikschulen geben. Am Ende der ersten Serie schildern unsere Redakteur:innen ihre Eindrücke und stellen Fragen an den Leiter der Personalplanung des Oö. Landesmusikschulwerk Philipp Haider.
Mehr zum Beruf eines Musikschullehrenden: https://www.komu.at/content/berufung-musikschullehrende
Bereits als Musiker:in oder Tänzer:in ausgebildet? Das Oö. Landesmusikschulwerk freut sich über Initiativbewerbungen: https://e-gov.ooe.gv.at/fsperso/start.do?wfjsenabled=true&vid=73b710c19d78bb99&wfjsorigreq=%2Fstart.do%3Fevent%3Dview%26generalid%3Dpeo001bewerbung&txid=aa5f402ffe11b26d0c3344e7a7c88eecef086abf
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00:00:03: Voll auf Musik.
00:00:09: Musikschule zum Reihenhören
00:00:11: Das akustische Magazin der Oberösterreichischen Landesmusik-Schulen.
00:00:19: In den oberösterreichischem Landesmusikkschulen arbeiten rund thousand vierhundert Lehrende.
00:00:23: Durch ihren Einsatz leisten sie einen beträchtlichen, positiven Beitrag für die Gesellschaft und nicht nur im Bereich Kultur.
00:00:31: in dieser Sendung wollen wir das Berufsfeld eines Musikschullehrer seiner Musikschull-Lehrerin beschreiben und verdeutlichen, warum es sich dabei auch um einen absoluten Traumberuf handelt.
00:00:42: Heute wollen wir gemeinsam bei einem runden Tisch die Eindrücke der ersten Episoden unserer Reihe Traumberufe Musikschullahrerin Musikschulehrer Revue passieren lassen.
00:00:55: Wir greifen wichtige Aspekte auf und möchten zeigen, was unseren Beruf zu einem Traumberuf macht beziehungsweise wie es einer wird.
00:01:04: Im Studio diskutieren der Leiter der Fortbildungsakademie Philipp Heider, Lehrerin für Klarinette Lisa Grundsteiner die Lehrerin für Sachserfrohung Andrea Edelbauer, Lehrer für Klavier- und Orgel Christoph Radinger, der Direktor der Landesmusikschule Sankt Georgen im Attergau Gerd Lachmayer sowie meine Wenigkeit, der Direktor der Landesmusikschulen Bad Ischl und Bad Goesern Christian Kapun.
00:01:41: Philipp ich darf dir gleich zu Beginn eine sehr plakative Frage stellen wie viel verdient man als Musikschullehrerin?
00:01:50: Kann man sich damit ein Existenz aufbauen?
00:01:53: Ja die Frage nach der Existenze ist ja sehr interessante kommt da immer wieder im normalen Unterrichtsalter vor, wo sie möglicherweise Eltern erkundigen und fragen ja was kann man damit machen?
00:02:05: Mit Musik kann man das studieren.
00:02:07: Und damit kann man Geld verdienen, Fragezeichen.
00:02:11: Ja absolut!
00:02:12: Also man kann sich da mit Existenz aufbauen weil ich denke auch schon die allein Geschichte des Musikstuhlwerks gibt es jetzt seit rund fünfzig Jahren.
00:02:22: Es sind rund tausend vierhundert Lehrkräfte im Landesmusikschulwerk beschäftigt und es werden rund six oder dreißtausend Schüler unterrichtet.
00:02:31: Und Allah, das spricht ja schon dafür dass es hier bei uns Rahmenbedingungen gibt die es ermöglichen sich eine Existenz aufzubauen natürlich gepaart dann nur mit einigen besonderen Rahmenbedingerung und Zusatzleistungen.
00:02:45: auf die möchte ich jetzt gar nicht näher eingehen.
00:02:47: aber ja es ist absolut möglich sicher existenz aufzubauern.
00:02:51: und da vielleicht ganz kurz zur ersten frage Zum Gehalt ist natürlich nicht unwesentlich.
00:03:00: In reinen Zahlen gesprochen kann ich sagen, so mit einer normalen Ausbildung wie es die meisten haben – mit einem pädagogischen Bachelor und Matura hat man einen Einstiegsgehalt von rund drei Tausend Dreihundert Euro.
00:03:11: Der Vollständigkeit halber ist dazu noch anzumerken dass er sich hierbei um einen Brutto-Betrag handelt.
00:03:19: Ja lieber Philipp, unser Arbeitgeber ist das Land Oberösterreich und wir haben somit die tolle Möglichkeit in einem dichten Netzwerk wie dem oberösterreichischen Landesmusikschulwerk zu arbeiten.
00:03:33: Das birgt auch Vorteile.
00:03:35: Definitiv!
00:03:37: Wir beobachten ja aktuell in unserer Zeit doch sehr viel Umbruch, sehr viel Wandel.
00:03:43: wir kriegen mit, wenn wir die Zeitung aufschlagen.
00:03:46: Es werden dort Stellen gestrichen und da Stellen gestrichen.
00:03:48: Und ich denke schon dass wir in dem Land Oberösterreichers Arbeitgeber zum einen einen der größten Arbeitgebers hier in OberÖsterreich haben und zum anderen einen der stabilsten Arbeitgebern.
00:04:01: also das ist ein sehr großer Vorteil den wir jetzt aktuell haben.
00:04:06: aber und das ist denke ich viel wichtiger Wir als Musikschullehrer oder am Weg zum Musikschulehrer, auch wenn wir mit der Idee spielen um Musikschullärer oder Lehrerin zu werden, ja irgendwo mit dem Gedanken spielen unser Hobby zum Beruf zu machen.
00:04:25: Also eigentlich aus dem nicht den normalen Beruf auszuüben sondern eigentlich eine Berufung und das ist was... Das haben nicht sehr viele diese Möglichkeit Diese Möglichkeit auch hier in Oberösterreich besteht, das ganze in einem gesicherten Umfeld mit ganz klaren Rahmenbedingungen und einer sehr unglaublich dichten Infrastruktur auszuüben zu können.
00:04:47: Das ist eigentlich was einzigartiges.
00:04:52: Und noch eine Ergänzung zum Thema Studium der Philippe Hautse gerade erwähnt dass man eben den PBA, den pädagogischen Bachelor studieren kann Und man studiert Musik grundsätzlich an einer Musikuniversität.
00:05:08: Dabei hat man die Wahl zwischen allgemeiner Musikerziehung für den Unterricht vor einer ganzen Klasse, an einer Regelschule oder studiert eben sein spezielles Instrument- oder Gesang in Verbindung mit Pädagogik.
00:05:23: Hier unterrichtet man meist im Einzel- oder Kleingruppenunterricht an eine Musikschule.
00:05:31: In unserer Podcast-Reihe zum Thema Traumberuf Musikschullehrerin, Musikschulehrer kam von unseren Interviewpartnern sehr oft die Antwort.
00:05:43: Ich arbeite neben dem Lehrberuf auch als Künstlerin und gebe meinen Schülerinnen und Schülern die Themen auf einer anderen Ebene weiter mit denen ich mich als Musikerin auf der Bühne beschäftige.
00:06:01: Hierzu gleich meine Frage an Andrea Edelbauer.
00:06:05: Andrea, du hast Raffael Strasser und der Bühne Bürker-Interviewt.
00:06:10: Wie denkst du über diesen Zusammenhang zwischen Pädagogik und künstlerischem Fach?
00:06:16: Ich glaube, dass sie grundsätzlich die pädagogische Arbeit und die künstlersche Tätigkeit als Musikerin auf der Büne sehr gut ergänzen kann oder beflügeln kann – und ihr bat den Eindruck, Genau das widerspiegeln.
00:06:33: Um kurz auf das einzugehen, wenn ich jetzt als aktive Musikerin auf der Bühne stehe ist es sehr wichtig dass ich lerne wie auch der Rafffeldes anspricht im Podcast am Punkt abzuliefern.
00:06:45: Am Tag X, wenn ihr Probe-Spiel habt oder wenn ich einen Auftritt habe, dass ich wirklich das so abliefern kann wie ich das möchte.
00:06:53: und Wenn ich jetzt selbst aktiv auf der Bühne stehe und mich mit Themen wie mentales Training oder mentales Coaching bzw.
00:07:04: ich beschäftige mich mit Lampenfieber, ich beschäftigt mir mit... Wie kann ich Konzepte entwickeln die spannend sind für den Publikum?
00:07:12: Dann kann ich das natürlich im Idealfall auch mitnehmen in den Unterricht wenn ich jetzt pädagogisch tätig bin.
00:07:18: denn Ganz wichtig finde ich in der Pädagogik ist, dass ich Menschen und Individuen vor mir habe, die sehr unterschiedlich sind.
00:07:25: Und da kommt jetzt dieses pädagogische Spiel, das es dann nicht nur um diese Selbstbezogenheit geht am Punkt abliefern sondern es geht sehr viel um mein Gegenüber.
00:07:35: was will er eigentlich erreichen?
00:07:36: Wo will er hin?
00:07:37: Will der vielleicht Musik zum Beruf machen oder will er in einem lokalen Musikverein, Streichorchester was auch immer spielen.
00:07:47: Und das finde ich so spannend dass man dann schaut okay was sind die Voraussetzungen?
00:07:51: Was sind die Möglichkeiten und was braucht diese Schüler jetzt auch?
00:07:55: Je mehr Erfahrungen ich selbst gesammelt habe desto mehr kann ich dieses Wissen hernehmen.
00:08:00: Das spricht dieser Biene auch an einem Interview.
00:08:03: Sie weiß zum Beispiel welche Übungen muss sich erzeugen dass etwas so klingt?
00:08:07: oder welche technischen Übertipps kann ich geben dass vielleicht der Passage besser funktioniert?
00:08:13: Und dadurch glaube ich eben sehr wohl, dass das gut ineinandergreifen kann.
00:08:17: und aus anderer Sicht vielleicht jetzt auch wenn man sagt okay ich unterrichte im Landesmusikschulwerk.
00:08:24: Ein sehr sicherer Posten, ihr habt ein fixes Einkommen und kann sagen ich habe eine gewisse Stundenanzahl in diesem System.
00:08:31: Und zusätzlich stehe ich dann auch auf der Bühne und musiziere und setze meine Herzensprojekte um die mir jetzt vielleicht wichtig sind.
00:08:39: Das ist halt schon sehr einzigartig dass sie das jetzt im Kontext beides gemeinsam verbinden kann und so finde ich auch beide Teilbereiche davon profitieren können, sei es die Pädagogik oder die künstlerische Tätigkeit auf der Bühne.
00:08:54: Dazu hören wir noch einmal einen kurzen Ausschnitt aus dem so eben angesprochenen Interview mit Sabine Pürka
00:09:02: Was ich schön find zu sagen wenn man super Musik ist und super spielen kann allein indem er die Kinder was vorspielt Und die sehen einfach, was da noch möglich ist.
00:09:11: Oder wenn ein Schüler Motivationstief hat und die Technischen Übungen fahrt sein, dann kann ich ihm sagen, pass auf, die Technische Übung brauchst du genau für das.
00:09:21: Dann spüre er etwas vor und gehen die Augen auf und denken, wow!
00:09:25: Und haben wieder die Meditation zu üben.
00:09:27: Aber was ich am meisten nutzen kann für mein Unterricht, ist dass ich extrem viel geübt habe.
00:09:35: Ich war nie so das Supernaturtalent, was jetzt nicht alles so leicht gefallen hat.
00:09:45: Jetzt weiß ich genau wie muss ich etwas üben damit ich was erreich' und das kommt meinen Schülern sehr zugute, dass ihnen wirklich genau sagen kann Damit du jetzt was in der Timing verbesserst oder rhythmisch konkret, vom Klang die Verbesserst, kann ich am Glaube genau die Schritte sagen.
00:10:02: Was musst du daheim wirklich dafür tun?
00:10:04: Und nicht einfach so muss klingen und das Vorspülen ist natürlich auch wichtig.
00:10:08: aber ich glaube dass ich einfach extrem viel geübt habe und extrem viel selber herausgefunden hab.
00:10:12: wie kommt man zu einem Ergebnis?
00:10:14: dieser steinige Weg dieses harte üben.
00:10:17: Das kann ich eigentlich sehr gut einsetzen und über Tipps und so habe ich glaube immer ganz gute Auflage für meine Schüler.
00:10:40: Eine ständige Herausforderung ist es, sich auf die Schülerinnen individuell einzustellen.
00:10:45: Gleichzeitig erleben wir unseren Beruf als sehr erfüllend da wir oft eine persönliche Beziehung in dieser Schüler-Lehrersituation aufbauen.
00:10:55: Wir hören dazu einen Ausschnitt aus dem Podcast mit Petra Stroh von Lisa Grundsteiner
00:11:01: Was nimmst du privat aus dem Unterricht mit?
00:11:05: Es ist das Offenbleiben.
00:11:07: Das Offen bleiben für Neues, für Ungeplantes eben dieses improvisatorische Elemente, das heute schon ganz oft angesprochen wurde –
00:11:17: es
00:11:18: darf mal auch
00:11:19: etwas außerplanmäßig
00:11:21: laufen und
00:11:23: es ist nicht immer
00:11:25: das Stundenkonzept
00:11:27: wichtig, dass man sie vorbereitet
00:11:29: hat
00:11:29: sondern man darf auch mal an einer Weggabelung einen anderen Weg nehmen, obwohl man eigentlich vielleicht vorher den anderen wollte.
00:11:38: Also dieses Offen
00:11:39: bleiben
00:11:40: und ich glaube dass ich
00:11:40: mir das
00:11:41: auch
00:11:42: für private Zuhause
00:11:44: mitnehme, dass einfach nicht immer
00:11:48: alles
00:11:49: nach Plan laufen kann und auch nicht immer Alles Nachplan
00:11:54: Laufen
00:11:54: muss.
00:12:29: Lisa wir haben nun die Antwort von Petra Stroh gehört auf deine Frage was nimmst du privat aus dem Unterricht mit.
00:12:37: Wie geht es jetzt dir, was nimmst du privat aus deinem Unterricht?
00:12:42: Ja bei Petra Stroh in meinem Podcast war es Improvisation das zentrale Thema und für mich persönlich ist es das gemeinsame Wachstum im Unterricht nämlich durch Aufgaben, Situationen oder auch durch Herausforderungen die für eine Lehrende bzw.
00:13:05: für einen Lehrenden unplanbar sind und dadurch Flexibilität ermöglichen, und ein gemeinsames Lernen
00:13:15: ermöglichn.".
00:13:18: Ich finde es eigentlich an den sehr schönen Gedanken dass wir Lehrendee- und Schülerinnen auf Augenhöhe auf einem gemeinsamen Weg unterwegs
00:13:26: sind.
00:14:15: Ihr habt sich auch persönliche Erfahrungen diesbezüglich gemacht und könnt etwas berichten, vielleicht auch aus den Interviews mit euren Podcast-Partnern.
00:14:27: Ich habe es sehr spannend gefunden wie der Raphael zum Beispiel erzählt hat dass seine Schüler fragt hey was ist eigentlich das?
00:14:34: Was dich berührt oder warum machst du Musik oder welche Musik gefällt ihr eigentlich?
00:14:39: Und dann antwortet ihm halt sein Schüler, was auch immer sein Lieblingsgenre ist oder was er gerne spielen würde.
00:14:45: Er greift es auf und macht einen Arrangement für den Schüler, der sie jetzt gerade spielen kann.
00:14:51: Ich finde das beinhaltet ja auch sehr viel Improvisation.
00:14:54: Das heißt wir sind ja ständig gefordert durch das, dass jeder Schüler ein bisschen anders ist und anders reagiert als man's vielleicht im Vorfeld glaubt.
00:15:03: wenn man an Unterricht jetzt plant müssen wir ja auch sehr spontan sein.
00:15:08: Und von mir ein persönliches Beispiel ist zum Beispiel, ich habe einen Schüler aus Rumänien und ich hab ihn gefragt Ich wollte mit ihm Weihnachtslieders spielen und frage ihm halt kennst du es wird schon gleich dumpfer?
00:15:21: Dann sagt er nein.
00:15:22: Und dann ist es noch so weitergegangen bei mehreren Weihnachtssiedern und da bin ich mir drauf gekommen, okay.
00:15:27: Ich gehe von meiner Kultur aus die ich mitbringe.
00:15:30: aber er hat dann selbst rumänische Weihnachtsieder mitgebracht und das war für mich wieder um eine Bereicherung weil ich das nicht kannte.
00:15:37: und dieses improvisatorische Element ermöglicht halt auch dass wir über unsere Grenzen drüber schauen und überlegen hey da gibt's ja auch andere Kulturkreise die man jetzt von denen wir profitieren können.
00:15:49: Noch ein Schritt mehr oder ne?
00:15:53: Sicher herausfordernde Situation ist, wenn man überhaupt als Lehrerin aus einem anderen Kulturkreis kommt.
00:16:02: Christoph vielleicht möchtest du etwas zu deinem Interview mit Misuke Osawa sagen die ja aus Japan hergekommen ist und eine sehr berührende Geschichte?
00:16:14: erzählt hat in deinem Podcast.
00:16:16: Ja, die Mizuki
00:16:17: Osawa stammt aus der Nähe von Tokio und ist seit circa zwei Jahren Musikschullehrerin bei uns in Kirchtorf und kam als vollkommen des deutschen unmächtige Person zunächst einmal nach Europa, also zunächst nach Deutschland dann nach Wien und hat sich innerhalb kürzester Zeit die Sprache angeeignet herausgearbeitet, welchen großen kulturellen Unterschiede es gibt hinsichtlich der Musikausbildung.
00:17:01: Was glaubst du können wir hier in Österreich von der japanischen Musikausbildung
00:17:05: lernen?
00:17:07: Ich denke das ist eigentlich anderes Rom!
00:17:10: Wir müssen also als Japaner oder Japanerin, da müssen wir eigentlich von euch viel lernen.
00:17:17: Zum Beispiel eine Sache was ich wirklich sehr schön fand in Österreich ist ein Bewertungssystem.
00:17:26: Es gibt in Österreich keine Punkte, Nummer was man geben soll für den Kinder.
00:17:32: Sondern besteht man diese Bewertung von einem sehr gut oder ausgezeichnet und bestanden richtig so etwas.
00:17:41: In Japan ist immer noch normalisiert.
00:17:44: Also in Japan arbeitet mit einem
00:17:47: ganz
00:17:47: strengen Punktesystem?
00:17:50: Gibt es... vergleichbare Musikschulen in Japan so ein System, das man mit den oberstreichischen vergleichen könnte?
00:17:57: Es gibt leider nicht.
00:17:58: Gibt es nicht!
00:17:59: Ja, das war auch fasziniert für mich.
00:18:03: Landesmusik-Schule dieses System ist in Japan überhaupt nicht bekannt sondern jeder.
00:18:09: Kinder müssen einfach zu privaten Musikschulern gehen oder sowie bei meinem Opa einfach privat unterlich bekommen und dann durch die klicken ja einfach Kenntnisse, wie man dann weiterkommen und danach kommt ein Wettbewerber-System.
00:18:27: Es hat eigentlich durch Wettbabel funktioniert um eine Karriere sozusagen starten zu können.
00:18:32: bei Misuki war sie ebenso dieser erwähnte Oper.
00:18:35: das ist einer der bekanntesten Gitarrenkünstler in Japan.
00:18:40: bei dem hat sie sozusagen als erster Unterricht gehabt und ist dann durch verschiedene Meisterkurse nach Europa bzw.
00:18:47: in Österreich gekommen.
00:18:57: In dem Podcast ebenfalls von Christoph Radinger mit Philipp Reiner wurde der Weg vom Interesse zur Musik und der Begeisterung vom eigenen Instrument als Musikschüler in Pettenbach bis zum Studium an der Brucknone in Linz, die ersten Schritte als Klavierlehrer umzeichnet.
00:19:15: Hören wir nun einen Ausschnitt aus dem Interview!
00:19:18: Die Entscheidung Klavier-Lehrer zu werden kam eigentlich witzigerweise relativ spät also eigentlich erst in der Matura Klasse so richtig Und hatte auch eigentlich nur einen simplen Grund, dass das Klavier zu dieser Zeit ein sehr wichtiges Ausdrucksmittel für mich war und mich vor allem durch diese Zeit begleitet hat.
00:19:39: Und mir viel Kraft gegeben hat!
00:19:40: Ich dachte mir dann, wenn ich dieses Gefühl später einmal an andere Menschen, meine zukünftigen Schüler so weitergeben kann wie es meine Lehrpersonen an mich hatten oder es schafften zu tun... Dann glaube habe ich alles geschafft.
00:19:56: und das ist wirklich das Schönste, denke ich, was man weitergeben kann im Leben.
00:20:03: Das Beste des Schönstes, was wir weitergeben können im Leben – ich glaube, da sind wir uns alle ziemlich einig die wir hier sitzen – ja, man kann nur bewegen wenn man selbst bewegt ist.
00:20:12: und diese Begeisterung, die bei Philipp Bergann nicht in jeder Sekunde dieses Interviews herauszuhören und also ich denke mal Vorbilder, Lehrpersonen uns etwas vorgelebt haben, das Musikleben und das Musikmachen vorexerziert haben.
00:20:30: Die haben wir wahrscheinlich alle sehr dringend gebraucht um zu unseren Entscheidungen zu kommen.
00:20:37: Und ja die Kunst ist einfach etwas Mächtiges.
00:20:41: Christoph was denkst du?
00:20:43: Wie sie hier haben die eigenen Lehrpersonen mit der Entscheidung dann später Musikschullehrerin als Berufsweg einzuschlagen überhaupt zu tun?
00:20:52: Ich glaube die Lehrkräfte geben einen guten Einblick in die Welt des Musikschullehrers, der Musikschullärin.
00:21:01: Man verbringt sehr viel Zeit mit ihnen und bekommt Empfehlungen.
00:21:05: Ich denke mal das ist ganz was wichtiges.
00:21:08: und das Wichtigste ist natürlich dass die Lehrkräfte selbst von der Musik bewegt sind.
00:21:14: und das spürt man glaube ich als Jugendlicher sehr bald
00:21:18: Riss auf der Mächtig-Kurz einhaken und so jetzt irgendwie eine Sicht einbringen.
00:21:23: Auf das gesamte System, auf das gesamten Landesmusikschulwerk.
00:21:27: Du hast es gesagt, also der Grundstein ist sehr oft oder eigentlich in ganz vielen Fällen oder bei mir war es dasselbe Es braucht ja mal irgendwo einen Auslöser.
00:21:39: Es ist meistens oder sehr oft eben die Lehrerin, der Lehrer, der selbst bewegt ist und der was bewegt.
00:21:46: In dem Fall war es bei mir.
00:21:49: Und dann ist es schon so, dass wir in Oberösterreich Möglichkeiten haben für junge Menschen die Vorhaben Musik zum Beruf, zum Lebensinhalt zu machen, z.B.
00:22:00: jetzt in ein Begabtenförderung-Programm einzusteigen.
00:22:03: Das startet sehr früh mit der Junior Academy für Begabytenförterungen geht weiter über die Begabenfördering.
00:22:11: Das ist in Kooperation mit Anton Bruckner Privatuniversität schon
00:22:15: Und
00:22:16: mündert dann im besten Fall eben im Musikstudium.
00:22:19: und in weiterer Folge kommt man zurück ins Landesmusikschulwerk aus Musikschullehrerin oder Musikschulllehrern.
00:22:27: Und auch Prüfungen sind so Meilensteine in der Musikausbildung, die einen hinführen können zu einem Musik-Lehrerinnenberuf wenn ich da an unsere Audit auf Artprüfung denke die dann schon so was wie eine kleine Vorstufe sein können.
00:22:46: zur Aufnahmeprüfung auf der Uni.
00:23:34: Für Philipp Reine ist es wichtig im Studium und auch sonst in der Beschäftigung mit seinem Instrument, auch Kammermusik zu spielen.
00:23:42: – nun
00:23:44: eine Frage an dich Christian!
00:23:46: Wir sind als Musikschullehrer oft im Einzelunterricht und alleine in unserem Unterrichtsraum.
00:23:55: aber Sind wir nicht auch ein Team in der Musikschule?
00:24:00: Ja, das spannende oder eben das ausgewöhnliche Beruf des Musikschullehrers – der Musik-Schullehrerin ist es.
00:24:08: Dass eigentlich jeder von uns größtmögliche persönliche Freiheit hat und da einfach irrsinnig viel Platz ist für das wie man sich selber gestaltet.
00:24:22: Aber ich finde, die Idee der Musikschule oder das
00:24:25: Systemmusikschule
00:24:26: gelingt dann bestmöglich, wenn sie da wirklich ein Team herausformiert.
00:24:31: Die gemeinsam Projekte umsetzen und das ist bei den Mitarbeitergesprächen
00:24:37: z.B.,
00:24:38: wie man es direkt regelmäßig hält
00:24:42: immer
00:24:42: ganz klar zum Vorschein bei den Kolleginnen und Kollegen Fächerübergreifende Projekte zu machen, fächerübergreifende Schore übergreifenden Vorspielabende zu gestalten und einfach dieses Miteinander.
00:24:54: Also der Wunsch ist ganz
00:24:56: groß und
00:24:56: das können wir einfach auch sehr gut
00:24:59: ermöglichen.".
00:25:00: Genau Musikschullehrer ist ein sozialer Beruf wo er Teamgedanke auch mitspielt und vielleicht nicht ganz im Vordergrund steht aber uns doch mit einer Leidenschaft erfüllt.
00:25:15: Es ist auf jeden Fall ein sehr sozialer Beruf, sowohl im Hinblick in Umgang mit den Schülerinnen und Schülern wie auch im Umgang im Kollegium.
00:25:22: Es ist einfach zum Teil wirklich ein Brunterhaufen an Individualisten – das meine ich jetzt wirklich im allerbesten Wortsinne -, die dann gemeinsam an einem Strang ziehen und wirklich zum Teil unglaublich spannende und tolle Projekte auf Schiene bringen und die dann der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.
00:25:43: Lisa?
00:25:44: Du als Frau im Musikschullehrerinnenberuf.
00:25:48: Bei dir ist es vielleicht im Gegensatz nicht einfach eine traditionelle Mutterrolle auszufüllen, das haben wir auch in den Beiträgen mit Petra und Sabine gehört.
00:26:02: aber wie geht es dir persönlich da?
00:26:04: Als Mutter zu einer Kinder und bisher hat es damals deine Berufsentscheidung beeinflusst.
00:26:12: Also ich würde da wieder auf das improvisatorische Element zurückkommen, die bei der PEPRA so wichtig war und natürlich auch bei mir.
00:26:21: Man lernt zu Schonglieren, zu improvisieren – vielleicht war es am Anfang nicht so, dass ich mir gleich eine Vollbeschäftigung vorstellen konnte mit meinen beiden Kindern?
00:26:34: Ich habe aber dann mit meinem Mann gemeinsam bemerkt, dass es doch relativ schnell möglich war die Stunden aufzustocken und mehr zu unterrichten.
00:26:44: Weil nämlich in meinem Fall was ganz Wichtiges ist das ich wirklich vor Ort unterrichten kann.
00:26:50: Ich unterrichte quasi fast vor der Haustür und dadurch bin auch zum Mittag noch Zuhause und auch dann abends wieder relativ früh, wenn nicht gerade ein Vortragsabend ist.
00:27:05: Wieder bei den Kindern zu Hause was uns persönlich sehr wichtig ist und es lässt sich aber aufgrund dessen das wirklich das Musikschulwerk so gut vernetzt ist und in den einzelnen Orten Musikschulen vorhanden sind, sind wir da wirklich sehr flexibel.
00:27:26: Und die Möglichkeiten ergeben sich dann auch oft erst während der Mutterschaft dass man wirklich dann vor Ort plötzlich mehr unterrichten kann.
00:27:39: Für mich war gerade nach der Geburt meines ersten Kindes die Wahl, wieder zurück in die Musikschule zu kommen und als Musikschullehrerin zu arbeiten.
00:27:50: Die allererste Wahl!
00:27:52: Weil ich die Möglichkeit hatte im ersten Jahr nur einen paar Stunden zurückzunehmen und diese dann je nach Möglichkeit und nach eigenem Zutrauen aufzustocken.
00:28:05: Und ich habe dann selbst gemerkt, dass ich einfach immer mutiger wurde und mir selbst immer mehr zutraute auch wieder relativ schnell voll ins Berufsleben
00:28:15: einzusteigen.".
00:28:16: Da möchte vielleicht ganz kurz ergänzen das es eigentlich für das Land Oberösterreichers Arbeitgeber doch was Vielleicht nicht einzigartig, aber ein Leinstellungsmerkmal trotzdem.
00:28:31: Dass man aus Mutter bis zum achten Lebensjahr des Kindes Wiedereinstiegszusicherung seitens des Arbeitgebers hat.
00:28:39: in einer Privatwirtschaft wird man sowas nie finden.
00:28:43: Für mich als Unterrichtender stellt sich jetzt die Frage wie steht der Arbeitgeber eigentlich zu?
00:28:50: Teilzeit oder Vollzeit, wie ist das verknüpfbar mit einer musikalischen Tätigkeit?
00:28:57: Teilzeit-Vollzeit ist grundsätzlich ein sehr individuelles Thema würde ich mal sagen.
00:29:02: Thema, das sehr stark in die jeweilige Lebenssituation hineinspielt und aus Arbeitgebersicht oder seitens des Landes Oberösterreich haben wir sehr, sehr viel umfassende Möglichkeiten wie wir das gestalten können.
00:29:20: Durchaus auch in Richtung Familie oder und das haben wir zu Beginn ein bisschen angeschnittenes Thema nämlich ja wie wir uns aus Musikerinnen und aus Musikern sehen.
00:29:31: Nämlich ich zeichne da vielleicht kurzer Bild Wir können uns das so vorstellen wie ein Dreieck wo das eine Ecke von Dreiecken der Pädagoge die Pädagogen ist dann das andere Eck die Künstlerinnen, der Künstlern und das dritte Eck dann der Kulturarbeiter.
00:29:47: Und in diesem Themenfeld und in diesem Spannungsfeld möchte ich sagen bewegen uns wir zurück zur Teilzeitvollzeit.
00:29:56: Das ist so dass wir eine sehr hohe Teilzeitquote haben im Landesmusikschulwerk.
00:30:02: Das zum Teil auch sehr stark aus diesem Dreieck resultiert weil die eigene künstlerische Tätigkeit oder die Tätigkeiten Kulturschaffende aus Kulturarbeiterinnen, Arbeiter in der Region und Kulturvermittlerinnen.
00:30:19: Da auch durchaus ein zweites Standbein für sehr viele Kolleginnen und Kollegen ist.
00:31:19: Resultiert aus dieser Kulturarbeit die wir vor Ort leisten in den Regionen auch unser Ansehen in der Gesellschaft?
00:31:30: Wir haben auf jeden Fall Auch ganz wunderbare Veranstaltungsorte als Schulen, muss man dazusagen.
00:31:37: Sehr viele architektonische Glanzpunkte in den Städten und Gemeinden und deswegen auch die Möglichkeit Veranstaltung zu organisieren und was ja immer sehr wichtig ist eine Bühne für unsere Schülerinnen und Schüler zu bieten.
00:32:23: Ja, und dieses Musikbeispiel war jetzt ein kurzer Prompt meinerseits bei einer sehr gängigen Musik KI.
00:32:33: Und bringt uns natürlich zu einem sehr wichtigen geradezu brennenden Thema der künstlichen Intelligenz und wie man als Musikschaffender und als Musikvermittler am besten damit umgeht.
00:32:50: Andrea?
00:32:52: Also ich glaube, dass dieses unmittelbare Zwischenmenschliche durch das, was eben sehr viel Digital stattfindet oder in einer digitalen Parallelwelt stattfindets immer wichtiger wird und auch immer mehr an Relevanz gewinnt.
00:33:05: Weil... Ich glaub' es ist unersetzlich, dass sich jemand, also eins zu eins mit Kindern beschäftigt.
00:33:12: wir uns miteinander unterhalten, uns austauschen und ich glaube gerade in diesen Zeiten ist es umso wichtiger das zu stärken auch einmal in einem Unterricht, der jetzt vielleicht vierzig Minuten dauert.
00:33:27: Ohne Unterbrechungen ohne irgendwelche Nachrichten oder digitalen Dinge die da aufpoppen nur zwischenmenschlich oder am Instrument zu verbringen
00:33:39: und gleichzeitig finde ich es aber auch total wichtig diese wie du gesagt hast digitale Parallelwelt in unseren Alltag, in der Musikschule hereinzuholen.
00:33:51: Das ist nicht das getrennte Schiene als gestrennten, getrennten Strang zu erleben sondern zu sagen okay was kann das Positives bei uns bewirken?
00:34:01: Kannst die Kreativität eventuell sogar fördern und kann es als Ideengeber wirken.
00:34:08: Und ich glaube darum ist es auch ganz wichtig für die Musikschulen auch als Bereicherung sehen zu können und überlegen, wie können wir das in unsere Arbeit und auch in die Unterrichtstätigkeit vielleicht ein bisschen integrieren.
00:34:34: Philipp, wie siehst du eigentlich die Zukunftsaussichten für unseren Traumberuf Musikschullehrerin?
00:34:42: Sehr gut!
00:34:43: Ich fühle es vielleicht noch ein bissel weiter aus.
00:34:45: Es wird so sein, wenn man sich bildlich vorstellen will in einer Musikschule wo ich mehrere Klassenräume habe werden wir in den nächsten zehn Jahren so ungefähr in jedem dritten Klassenzimmer eine neue Kollegin, einen neuen Kollegen begrüßen können.
00:35:02: Und das heißt es ist sehr viel im Bewegung.
00:35:05: die Jobaussichten sind sehr gut und es ist definitiv so dass man, wenn man Interesse hat an der pädagogischen Tätigkeit, wenn er Interesse in dem Bereich zu bewegen, was man gern macht.
00:35:22: Das heißt irgendwie eine Hoppe zum Beruf zu machen, dass Musikschullehrerin, Musikschollehrer definitiv ein Beruf ist, wo es wert ist darüber nachzudenken und den zu ergreifen.
00:35:36: Ja vielen Dank!
00:35:38: Ich denke das ist ein gutes Schlusswort.
00:35:41: Mir bleibt es noch mich auch bei euch recht herzlich für die Teilnahme am runden Tisch zu bedanken und wünsche euch alles Gute bei der Ausübung eures Traumberufs Musikschullehrerin.
00:35:58: Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer von voll auf Musik, mit dieser Ausgabe verabschieden wir uns für das Schuljahr, Jahr zwanzig fünfundzwanzig sechsundzwantzig.
00:36:11: Das Podcast-Deam des Oberösterreichischen Landesmusikschulwerks wünscht Ihnen einen wunderbaren Sommer Freut sich auf den Wiederhören im Herbst.
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