Ab in den Sommer: Streichermusik und große Orchestererlebnisse

Shownotes

Sommer bedeutet für viele junge Musikerinnen und Musiker nicht nur Ferien, sondern auch intensive Proben, neue Freundschaften und unvergessliche musikalische Erfahrungen. In unserer neuen Podcastfolge sprechen wir über die Sommerorchesterwochen – ein Projekt, das seit vielen Jahren junge Streicherinnen und Streicher zusammenbringt und musikalisch wachsen lässt.

Zu Gast sind Martina Franke, Direktorin der Landesmusikschule Wels und künstlerische Leiterin der Sommerorchesterwochen, sowie Raphael Kasprian, Fachgruppenleiter für Streichinstrumente im OÖ. Landesmusikschulwerk. Gemeinsam geben sie Einblicke in den Alltag der Orchesterwochen, erzählen von besonderen Momenten mit den jungen Musikerinnen und Musikern und erklären, warum gemeinsames Musizieren in großen Ensembles und im Orchester so prägend ist.

Jetzt reinhören und erfahren, was diese musikalische Sommerwoche so besonders macht!

Redakteurin: Andrea Edlbauer

Transkript anzeigen

00:00:03: Voll auf Musik.

00:00:09: Musikschule zum Reinhören

00:00:11: Das akustische Magazin der Oberösterreichischen Landesmusik-Schulen.

00:00:18: Sommer, das klingt nach Sonne, nach Ferien und vielleicht auch nach ein bisschen Durchatmen.

00:00:24: Für viele Musikerinnen bedeutet diese Zeit aber auch noch etwas anderes Gemeinsamproben, neue Stücke entdecken Und musikalisch über sich hinaus wachsen.

00:00:35: Darum geht es in unserer heutigen Podcast-Folge.

00:00:39: Wir sprechen über ein Projekt, das seit vielen Jahren junge Streicherinnen zusammenbringt und prägt – die Sommerorchesterwochen!

00:00:47: Und dafür habe ich zwei Gäste eingeladen, die dieses Format besonders mitgestalten.

00:00:54: Martina Franke ist Geigerin, Bratschistin, Dirigentin, Kulturmanagerin und Direktorin der Landesmusikschule Wels.

00:01:03: Sie übernimmt die zentrale organisatorische und künstlerische Leitung der Sommerarchästewochen, leitet direkt vor Ort die Orchester Sekondato III.

00:01:12: und Tertzato.

00:01:13: Raphael Kasprian ist Geiger im Arziesquartett unterrichtet an der Landesmusikschule Wels und ist Fachgruppenleiter der Streicher im oberösterreichischen Landesmusikschulwerk.

00:01:25: Auch er arbeitet direkt vor Ort mit den jungen Musikerinnen im Orchester Sekondato II und ist künstlerischer Leiter des Jugendsymphonieorchesters Oberösterreich.

00:01:36: Zu Wort kommt auch Victoria Dinkauser.

00:01:40: Victoria ist dreizehn Jahre alt und bereits viermal bei den Sommerorchesterwochen mit dabei.

00:01:47: Auf die Frage, an welches Erlebnis sie denn besonders gerne zurückdenke antwortet Victoria?

00:01:55: Freunde gefunden auf diesen Orchesterwochen.

00:01:57: Und mit denen habe ich immer noch Kontakt und das ist dann

00:02:00: schön,

00:02:01: man trifft sich dort wieder wenn sie auch woanders wohnen.

00:02:04: Victoria hat mir erzählt dass sie zuletzt in der UAS also in der Upper Austrian Sinfonietta gespielt hat.

00:02:11: Sie hören nun gleich zu Beginn einen Ausschnitt der Zauberflüte von Wolfgang Amadeus Mozart.

00:02:17: Gespielt im Jahr twohundneinzehn von der Upper Austria Sinfoniete unter der Leitung von Peter Eigner.

00:02:23: Es handelt sich dabei um einen Live-Mitschnitt aus dem Konzert im Brugner Haus in Linz.

00:04:06: Wie erlebt ihr die Arbeit mit den jungen Streicherinnen und wie läuft denn eigentlich jetzt zu einem Tag oder auch eine Woche bei einer Orchesterwoche ab?

00:04:15: Der Ablauf einer Orkesterwoche ist immer sehr spannend, nämlich der erste Tag in der Früh.

00:04:20: Die Kinder und Jugendlichen reisen an zum jeweiligen Austragungsort kennen sich meistens noch nicht vielleicht der eine oder andere aus der Musikschule, Freundinnen und Freunde sind dabei.

00:04:33: Aber grundsätzlich ist es einmal ein Kennenlernen und das starten wir auch mit einem solchen, nämlich mit einem Spiel, mit einem gemeinsamen Spiel.

00:04:41: Und was ist uns hier so wichtig?

00:04:42: Nämlich dass wir ein tolles Team immer zusammenstellen an Betreuern.

00:04:47: Das ist das A und O einer Orchesterwoche.

00:04:50: Neben allem, was musikalisch so wichtig und wertvoll ist, ist es auch ganz besonders wichtig, dass sich die jungen Menschen wohlfühlen, dass sie sich aufgehoben fühlen, wenn sie irgendetwas brauchen.

00:05:03: Wir haben bei diesen Orchester-Wochen bewusst junge Menschen eingesetzt.

00:05:08: Ab achtzehn Jahren kann man Orchester wochenbetreuer sein.

00:05:14: Ich nenne Sie jetzt mal eine Vorgeschichte haben, nämlich dass sie selber auch ein Instrument spielen.

00:05:19: Oder vielleicht schon im Lehrberuf tätig sind oder in der Volksschule unterrichten.

00:05:24: Das ist besonders wertvoll weil genau diese Menschen genau wissen was in so einer Woche passiert und wie wichtig und wertvoll es ist hier ein großes Verständnis zu zeigen.

00:05:34: Man muss sich ja vorstellen, wir starten dann mit den Einzelstimmproben.

00:05:37: Das heißt, wir haben fünf Referentinnen und Referenten in den einzelnen Stimmbroben Und diese Arbeit ist natürlich sehr intensiv für die jungen Menschen.

00:05:47: Es ist ein Tag meistens so wie normalerweise einen Monat oder eine Woche zu üben Und dafür braucht es natürlich eine tolle Freizeitbetreuung, damit die Kinder auch wieder Entspannungen erleben dürfen.

00:06:02: Dass sie Spiel und Spaß haben – ich bin heute schon einmal gefragt worden was so das Besondere ist?

00:06:09: Das Besondere für mich ist oft zu sehen wie unglaublich kreativ sich ein Tag gestalten kann durch diese Freizei-Betreuerung, die uns einfach ganz wichtig ist!

00:06:19: Es geht ja dann nach dem Mittagessen weiter mit ein bisschen Bewegung, ein bisschen Spielen in der Freizeit.

00:06:25: Aber dann ist wirklich intensive Orchesterarbeit am Nachmittag gefragt auch dort das es wichtig dass es Pausen gibt.

00:06:32: da werden Obst geschnitten da schauen wir auf eine gesunde Jause Dann geht's wieder weiter intensiv bis zum Abendessen.

00:06:40: nach dem Abendessen wieder eine Probe.

00:06:43: also die Kinder sind schon ordentlich gefordert und Es ist aber so, dass es eigentlich noch nie ein Problem gegeben hätte, dass das zu viel wird.

00:06:52: Weil einfach dieser Geist der Gemeinschaft so unglaublich groß und so stark ist, dass da jeder mitmachen will und sich einfach freut auf das Konzert, das bevorsteht und dieses Bestmögliche zu spielen.

00:07:04: Und welche Orchester gibt's jetzt zum Beispiel?

00:07:07: Die Orchester sind bei uns bewusst stufenweise aufgebaut damit die Kinder und Jugendlichen entsprechend ihrem Alter und ihren musikalischen Entwicklungsstand hineinwachsen können.

00:07:16: Das erste Orchester bei uns ist das ATO, das Auftaktorchester und das ist für Kinder ab acht Jahren hier werden.

00:07:27: in diesem Orchester geht es vor allem darum dass die ersten Erfahrungen im Zusammenspiel gemacht werden und dass die Freude am gemeinsamen Musikieren da im Vordergrund steht.

00:07:37: Darauf folgt der Block von den Second-Autos, das bedeutet also zweites Auftaktorchester.

00:07:45: Da gibt es davon drei, Second Auto I, Second Auto II und Second Auto III.

00:07:51: Second Ato I ist wie Kinder ab etwa zehn Jahren, second Auto II ab ungefähr elf und second Ato III ab zwölf Jahren.

00:08:01: In diesen Orchestern wird das Niveau schrittweise gesteigert.

00:08:05: die Jugendlichen sammeln immer mehr Orchesterfahrung arbeiten intensiver an Klangzusammenspiel und musikalischer Gestaltung.

00:08:13: Und da sind auch die technischen Anforderungen am Instrument stetig erhöht, wir klettern in die Lagen hinauf und es werden einfach viele verschiedene Spielarten am Streichinstrument noch ausgeschöpft.

00:08:29: Der nächste Schritt ist dann das Terzato-Archester, dass sich bereits an die Eltern und Fortgeschrittenen Jugendlichen richtet.

00:08:36: Hier erweitert sich auch die Besetzung neben den Streichern wirklich schon einige Bläserinnen mit, wodurch ein großer Archesterklang entsteht.

00:08:47: Nach diesem Terzator gibt es schließlich den Übergang in die großen Jugendorchester.

00:08:52: zunächst die Abba aus Jens Sinfonietta Und so haben wir eigentlich eine durchgehende Orchesterbetreuung der Jugendlichen am Landesmusikschulwerk, aber auch da die Sommer-Orchesterwochen sich an alle anderen Bundesländern wenden.

00:09:14: Haben wir eine sehr schöne quasi Weiterentwicklung und weiter Arbeit und betreuen Jugendliche im Musikschulwerks von alter von acht Jahren bis eigentlich bis neunzehn oder zwanzig bis sie sich entschließen, auch nicht mehr im Jugendzynfone-Orchester mitzumachen.

00:09:32: Wir haben jetzt bereits über die unterschiedlichen Orkester gehört – wie finde ich als Schülerin heraus, welches Orchester für mich das Richtige ist?

00:09:39: Um eben dieses passende Orchester zu finden, ist die fachliche Beratung durch die Lehrkräfte sehr wertvoll und unterstützend.

00:09:46: Dazu steht in allen Schulen meistens das Orchestermaterial für die Sommerorchesterwoche zur Verfügung Und für die gewählte Literatur sind mehrere technische Anforderungen notwendig und die kann man sehr gerne mit dem einzelnen Lehrer oder der Lehrerin besprechen.

00:10:05: Martina, das Sekondato III und das Tertzatos sind ja deine Orchester?

00:10:10: Welche Veränderungen beobachtest du bei den Kindern im Laufe der Woche?

00:10:15: Also neben der musikalischen Entwicklung lässt sich in diesen Wochen generell sagen, dass eine sehr spannende persönliche Entwicklung hier stattfindet.

00:10:23: Viele Kinder kommen vom Anfang an noch etwas zurückhaltend oder unsicher und im Laufe der Woche passiert dann oft wirklich sehr viel nämlich insofern, dass sie einerseits mehr Selbstvertrauen bekommen.

00:10:34: durch die intensive Probenarbeit merken die Jugendlichen was sie gemeinsam alles erreichen können.

00:10:39: das stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten Besonders hervorzuheben natürlich auch die sozialen Kompetenzen.

00:10:46: Im Orchester müssen alle aufeinander hören und reagieren, die jugendlichen Lernenteamarbeit gegenseitige Rücksichtnahme und Verantwortung für die Gruppe zu übernehmen.

00:10:55: Was immer wieder besonders schön zu sehen ist sind die vielen neuen Freundschaften, die hier entstehen, die oft wirklich über die Jahre hinweg bestehen bleiben – das gemeinsame Musizieren, das Wohnen und die Freizeitaktivitäten lassen schnell neue Kontakten und Freundschaftungen knüpfen.

00:11:10: was wir besonders wertvoll empfinden Dann die musikalische Begeisterung, viele erleben zum ersten Mal wie kraftvoll und emotional Orchester klang sein kann.

00:11:18: Und das prägt oft nachhaltig ihre Motivation für das Instrument!

00:11:22: Am Ende der Orchesterwoche sieht man deshalb häufig dass die Jugendlichen nicht nur musikalisch gewachsen sind sondern auch selbstständiger, selbstbewusster und stärker als Teil einer musikalischen Gemeinschaft auftreten.

00:11:34: Das heißt, es ist eine gute Ergänzung und geht weit auch über das hinaus oder was in einem normalen Musikschulalltag im Unterricht gelernt werden kann.

00:11:45: Ja natürlich weil die jungen Musikerinnen und Musikern ja einen ganz intensiven Lernraum haben.

00:11:51: in so einer Woche anders als im normalen Unterricht der meist einmal pro Woche stattfindet beschäftigen sich die Jugendlichen hier mehrere Tage hintereinander intensiv mit Musik- und Orchesterarbeit.

00:12:03: Dieser intensive Lernraum, was bedeutet das genau?

00:12:06: Und was lernen denn die Schülerinnen da jetzt nochmals ganz besonders?

00:12:11: Zunächst lernen sie ein musikalisches Verständnis im Orchester aufzubauen.

00:12:15: Die Kinder erlernen nicht nur ihre eigene Stimme zu spielen sondern auch andere Instrumente zu hören gemeinsam zu frassieren und musikalisch zu gestalten.

00:12:24: Von der technischen Seite gibt es eine große Weiterentwicklung, den in den Registerproben arbeiten... Die Referentinnen und Referenten ganz gezielten mit einzelnen Instrumentengruppen, am Klang an der Intonation, an der Bogenführung oder im Zusammenspiel.

00:12:40: Weiters ist die Orchester-Erfahrung natürlich ganz wichtig – die Jugendlichen erleben den Komplettprozess vom ersten gemeinsamen Lesen der Stücke bis hin zum Konzert.

00:12:49: Das stärkt das Verständnis für Probenarbeit und für die musikalische Vorbereitung Und letztlich auch die Motivation, denn durch das gemeinsame Ziel eines Abschlusskonzertes entsteht eine starke Motivationssicht musikalisch weiterzuentwickeln.

00:13:04: Wir hören nun einen zweiten musikalischen Beitrag den Banditen-Galopp von Johann Strauss Sohn – ebenfalls ein Liveausschnitt der Apo Austrian Sinfonietta vom Oktober zwanzig fünfundzwanzig im Bruckner Haus Linz.

00:14:05: Jetzt gibt's ja mehrere Leiter bei diesen Orchesterwochen!

00:14:08: Wer ist denn da noch beteiligt?

00:14:11: Unsere Jüngsten werden betreut von Nina Pohn.

00:14:14: Sie ist Lehrerin für Violine und Viola im u.a.

00:14:18: Landesmusikschulwerk, dann das Sekundato I wird betreuert von Matthias Schlager.

00:14:25: Er ist ebenfalls für Violina & Viola am Landesmusikschulwerk tätig, dann der Sekundator II macht eben mein Kollege Raphael Kasprian und Sekundatio III und Herzartow werden von mir geleitet.

00:14:40: Das Uhr ist dann von Peter Eigner und das Jugendsymphonieorchester hat die musikalische Leitung Raphael Kasperian, bzw.

00:14:47: werden hier auch Gast-Dirigenten eingeladen.

00:14:50: Welches Repertoire wird denn eigentlich gespielt?

00:14:53: Ja wir bemühen uns bei den Sommerorchesterwochen repertoire eine große Vielfalt im Jahresablauf zu bringen.

00:15:01: also da wir diese Sommerorchestervochen ja schon sehr lange Zeit verfolgen ist es so, dass wir quasi sehr dahinter sind.

00:15:12: Viele Stücke, viele neue Stücke zu entdecken aber auch natürlich auch Stücke die schon gut funktioniert haben.

00:15:19: weil man muss bedenken das wir eine vier oder fünf tägliche Bohmarbeit haben und wir doch es auch für uns eine Herausforderung ist ein gutes Konzert am Schluss abzuliefern müssen wir schon auch schauen Stücke und Programme gewählt sind, dass die auch gut funktionieren und die Kinder damit Freude haben.

00:15:41: Die einzelnen Dozenten bei diesen Archästervochen suchen diese Stücke aus, schauen das meistens schon in den Jahren vorher durch wie die technischen Anforderungen sind und wählen sie dann für die einzelne Woche aus.

00:15:57: Wann finden Sie denn statt?

00:16:00: Wir starten gleich nach Schulschluss!

00:16:02: Am Montag geht es los mit dem Ato-Orchester, Dienstag folgt dann schon ein Sekundatororchester.

00:16:07: Wir machen das ein bisschen Zeitverschoben damit die Eltern, die zum Beispiel zwei Kinder in verschiedenen Orchesterwochen haben auch beide Abschlusskonzerte besuchen können und dauern dort das Ganze bis.

00:16:17: Ende Juli sind wir da mit den Orchester wochenfertig.

00:16:20: Und wo finden sie statt?

00:16:22: Wir haben zwei Orchester Wochen Ato und Sekundato I, die im Schloss Weinberg in unserem Landesbildungszentrum stattfinden.

00:16:29: Die Konzerte sind dann im Brigarten.

00:16:31: Dann haben wir Sekundato zwei, drei und Terza-Auto finden in Welsstadt.

00:16:37: Die Schülerinnen und Schülern sind im Kolbinghaus untergebracht.

00:16:40: Es wird in der Stadtfahrer geprobt weil dort ein großer Salzer Verfügung steht, der auch sehr fußnah ist.

00:16:47: zum Kolbingheim.

00:16:48: aber auch die Musikschule wird natürlich bespielt.

00:16:51: Dort finden dann auch heuer die Abschlusskonzerte statt.

00:16:54: Wir haben das Terza Autoorchester, das ebenfalls im Kolpinghaus stattfindet Das Abschlusskonzert im Stadttheater, das UAS probt ebenfalls im Schloss Weinberg.

00:17:05: Im Landesbildungszentrum und ebenso das Jugendsymphonierorchester.

00:17:09: Ja!

00:17:10: Das UAS, das Aber-Ausjöns-Symphonieter... Besteht schon seit dem Jahr und wird von Peter Eigner geleitet.

00:17:18: Da sind die Mitglieder von ca.

00:17:20: vierzehn bis achtzehn Jahre und werden auch in einer fünftigen Probephase am Schloss Weinberg betreut.

00:17:28: Heuer sind da die Abschlusskonzerte in der Mittelschule im Königswiesen, bei den Salzkammergut Festwochen in Gemunden.

00:17:35: Das wird das Abschlusskonzert in La Kierchen sein.

00:17:38: Das ist meistens beim URSO gegliedert, dass die Probenphase im Rahmen der Sommer-Archesterwochen in July stattfindet, die ersten zwei Konzerte auch im Juli und ein größeres Konzert dann in einer zweiten Probenphase oder am Ende der zweiten Probephase.

00:17:55: Nämlich immer im Montag oder halt im XXI.

00:18:00: Oktober im Buch nach Hause in Linz.

00:18:03: Raphael als Fachgruppenleiter hast du jedem Blick auf die ganze Gruppe der Streicher – was ist dir besonders wichtig für die Ausbildung der jungen Musikerinnen?

00:18:13: Wir sind sehr froh durch die Sommer-Orchesterwochen so eine schöne Möglichkeit zu haben, die Jugendlichen in der Orchesterarbeit so unterstützen zu können.

00:18:23: Wir können auf eine einzigartige Situation in Österreich zurückgreifen, in der wir vom ATO, vom Auftaktorchester ab acht Jahren bis zum Jungzionfonyorchester eine Orchesterkultur und Orchesterarbeit unterstützen können, die Jugendlichen wirklich in eine neue Welt dem des musikalischen Erlebnisses bringen kann.

00:18:46: Diese Herausforderung anzunehmen ist für uns sehr wichtig und wir freuen uns jedes Jahr darauf wieder dabei sein zu können.

00:18:54: Wir freuen uns auch ganz besonders darauf wenn wir jugendliche aus Regionen begrüßen dürfen, die vielleicht in den Musikschulen nicht in erster Linie die Chance haben bei einem Streichorchester oder einem Orchester mitwirken zu können.

00:19:08: Und für dieses meistens oder oft auch die erste Möglichkeit oder erste Kontakt zum Orchester und dieses Feuer für sie da zur Entfachung an einem Strijchorchester in eine Gemeinschaft musizieren zu können ist sehr schön für Sie!

00:19:24: Gibt es jetzt eine Erinnerung aus den letzten Jahren, die besonders im Gedächtnis geblieben ist?

00:19:30: Für mich persönlich.

00:19:31: Ich mache diese Arbeit seit über zwanzig Jahren und begleite die Schülerinnen und Schüler.

00:19:36: Es gibt natürlich immer wieder ganz besondere Höhepunkte.

00:19:40: Besonders bereichernd für mich war die Zusammenarbeit mit der Antonbrockner Privatuniversität bei der wir gemeinsam mit Studierenden kleine Europanprojekte realisieren durften.

00:19:50: Dazu gehörten z.B.

00:19:51: Bastian Pastien von Wolfgang Amadeus Mozart oder La Serva Patrona von Giovanni Battista Bergolesi, für die Jugendlichen ist und war das eine ganz besondere Erfahrung Teil einer Operproduktion zu sein um mit jungen Sängerinnen und Sängern zusammenzuarbeiten.

00:20:08: Ein weiterer Höhepunkt ist vielleicht natürlich auch dass Jugendliche in einem Theater immer wieder auftreten durften wie es zum Beispiel im Stadteater Wels ist Und auch diese Erinnerung, die man vielleicht an sein Leben lang mitnimmt.

00:20:20: Ich habe einmal im Stadteater gespielt oder auch in Gmunden waren wir schon zu Gast oder in Bad Ischl – das sind schon besondere Höhepunkte nicht nur für die Referenten, sondern ganz besonders halt also für die jungen Menschen.

00:20:35: Zum Abschluss wie als Ausblick?

00:20:38: Wie werden sich die Orchesterwochen denn in den nächsten Jahren entwickeln und was wäre ein Wunsch für die Zukunft?

00:20:45: Also nächst wünschen wir uns natürlich, dass die Orchesterwoche weiter bestehen dürfen.

00:20:49: Dieses Format ist einfach toll und hat sich großartig entwickelt in den vielen Jahren, die wir das jetzt machen.

00:20:55: Und ich denke, dass solche intensiven musikalischen Begegnungen für junge Musikerinnen und Musiker unglaublich wertvoll sind – sowohl musikalisch als auch menschlich!

00:21:04: Ich denke ein großes Potenzial ist darin, dass wir mit anderen Musikeinrichtungen zusammenarbeiten künftig, professionell Musikerinnen und Musikern auch arbeiten können.

00:21:16: Und ich denke, wenn sie erleben wie Studierende und Profis arbeiten kann das auch sehr inspirierend sein und neue Perspektiven eröffnen.

00:21:24: Auch interdisziplinäre Projekte könnten spannend sein zum Beispiel Verbindungen von Orchester mit Gesang, Theater oder Tanz sowie kleine Opernprojekte oder scenische Aufführungen die in der Vergangenheit gezeigt haben wie motivierend solche Formate für junge Menschen sein können.

00:21:40: Ein weiterer Wunsch wäre den Jugendlichen noch mehr Möglichkeit zu geben, Eigenverantwortung und musikalische Initiative zu übernehmen zum Beispiel durch kleinere Kammermusikgruppen oder Projekte die sie teilweise selbst gestalten.

00:21:52: Und ganz grundsätzlich hoffe ich dass die Orchesterwochen eben weiterhin ein Ort bleiben an dem musikalischen Qualität Begeisterung für das gemeinsame Musizieren um ein starkes Gemeinschaftserlebnis zusammenkommen.

00:22:04: Genau diese Mischung macht ihren besonderen Wert aus.

00:22:07: Dann bedanke ich mich an dieser Stelle für das Gespräch Martina und Raphael.

00:22:11: Falls Sie die Informationen zu den einzelnen Orchestern oder Terminen nochmals nachlesen möchten, finden sie Informationsbroschüren am Infostand der jeweiligen Landesmusikschulen oder auch auf der Website des Landesmusik-Schulwerks landesmusikkschulen.at unter dem Projekten der Streichinstrumente.

00:22:30: Ich verabschiede mich mit einem letzten höher Beispiel dass wir schon zu Beginn der Sendung gehört haben der Zauberflüte von Wolfgang Amadeus Mozart.

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